CORA ZIEHT EIN

 

 Wir haben das Glück einen nicht nur  wunderschönen, sondern auch absolut wesensfesten  Labrador zu besitzen.

Als wir losgezogen sind um uns einen Labradorwelpen auszusuchen war die Aufregung natürlich riesengroß. Als die kleinen Hundebabies dann auf uns zugelaufen sind und wir Cora mit ihrem dicken, voll gefressenen Bäuchlein und den kurzen Beinchen entdeckt haben, war es sofort um uns geschehen. Es war Liebe auf den ersten Blick. Keiner der anderen, auch entzückenden Welpen, wäre für uns in Frage gekommen. Sie war einfach so, wie wir uns UNSEREN  HUND vorgestellt haben. Die Fahrt im Auto nach Hause von ca. 70km hat sie dann auch brav verschlafen. Auf ihrem ersten Gang durchs Haus war sie gar nicht schüchtern, sondern hat gleich alles erschnüffelt. Als dann unsere Katzen bemerkt haben dass etwas Ungewöhnliches in ihrem Reich vorgeht,  haben sie sich angeschlichen um den Neuankömmling in Augenschein zu nehmen. Sie waren sichtlich entsetzt und haben uns angeschaut, als wollten sie fragen ob das mit dem Hund wirklich unser Ernst sei. Die erste Zeit haben sie dann wohl noch gehofft, dass der kleine Störenfried wieder auszieht.
Die kleine übermütige Cora musste natürlich erst lernen, dass man Katzen nicht einfach anspringen darf. Mittlerweile haben sich aber alle miteinander arrangiert, es hat auch nicht sehr lange gedauert. Sie begrüßen sich, lecken sich auch schon mal kurz ab, wollen aber ansonsten nicht viel miteinander zu tun haben und gehen ihre eigenen Wege; bis auf unseren Kater, der uns hin und wieder mit Freude begleitet

Die ersten Wochen mit unserem neuen Mitbewohner waren aber natürlich auch anstrengend. Das Wohnzimmer hat nicht selten einem Schlachtfeld geglichen. Um Cora's  Nagebedürfnis nachzukommen mussten wir uns ständig etwas Neues einfallen lassen. So haben wir ihr Kartons, Eierschachteln, Toilettenpapierrollen, Tücher und natürlich jeden Menge Hundespielzeug  zum zernagen und spielen überlassen. Die Besucher mussten natürlich auf unser „umgestaltetes“ Wohnzimmer vorbereitet werden. Der Aufwand hat sich gelohnt. Den Zahnwechsel haben Haus und Mobiliar unbeschadet überstanden.

Auch die Sache mit dem kleinen Bläschen, welches häufig draußen entleert werden musste, haben wir dann nach ca. 6 Wochen sehr gut in den Griff bekommen.

Auf den täglichen Spaziergängen war es herrlich zu erleben wie der kleine, heranwachsende Hund die Welt entdeckt hat. Dass man Autos, Motorrädern und Fahrrädern und kleinerem Getier, wie auch Vögeln nicht hinterher jagen darf haben wir ihr dann durch Ablenkung mit dem geliebten Leckerlie beigebracht. Heute würde sie nicht mehr auf die Idee kommen hinter anderen Verkehrsteilnehmern her zu rennen. Vögel zu jagen hat sie sehr schnell aufgegeben, da sie sich durch die Erdanziehungskraft auch schnell bewusst wurde, eher in der zweidimensionalen Sphäre zu bleiben.  

Wenn sie dann am Abend müde von einem aufregenden Tag in ihrem Körbchen lag, oft entspannt auf dem Rücken liegend, konnten wir uns gar nicht satt sehen an unserem kleinen Troll.